Der Garten

Unser Wurzeltalk-Garten war ein lang gehegter und im März 2010 erfüllter Traum.
Es handelt sich um ein 570 m² großes Grundstück auf der Ostalb, außerhalb eines Wohngebietes, von Feldern und anderen Gartengrundstücken umgeben. Hier herrscht immer ein etwas rauhes Klima – offiziell liegt der Garten in der sogenannten Winterhärtezone 6b.

Es gibt eine kleine Hütte mit Schuppen und überdachtem Sitzplatz und einer Solar-Inselanlage. Einen Kompost-Platz, der gleichzeitig auch der Vogelfütterungsplatz ist.
Viele Obstbäume haben wir im Garten, es sind schon fast zuviele. Eine Birne, eine Mirabelle, eine Pflaume, zwei Zwetschgen, eine Haselnuss, fünf Apfelbäume (Cox Orange, James Grieve, Red Booskop, Winterglockenapfel und eine unbekannte Mostsorte).

Noch im Jahr, in dem wir den Garten kauften, installierten wir ein Gewächshaus von Beckmann. Bis heute eine der besten Anschaffungen, die wir je getätigt haben. Es wird fleißig genutzt für Gemüseanbau, hauptsächlich Tomaten und Gurken.

BlaumeiseWir gärtnern aus Überzeugung vollkommen „biologisch“ – das bedeutet für uns: keine gekauften chemischen Dünger, nur Kompost, selbst angesetzte Jauchen aus Wildkräutern, Mischkulturen und Bodenpflege mit Sauzahn, Grubber, Gründüngung und Mulch aller Art – das reicht von Blättern über Rasenschnitt bis hin zu Schaf- und Kaninchenmist und nicht aufgefressenes Heu.
An vielen Stellen wächst Unkraut – von uns Wildkraut oder auch Die Wilden genannt. Wo es den kultivierten Gartenpflanzen zu nahe kommt, wird es rausgezupft. Disteln, Weißklee, Löwenzahn, Gundermann. Für die Insekten ein gedeckter Tisch, und wo es Insekten gibt, gibt es auch Vögel. Die unterstützen wir mit Nisthilfen und einer Ganzjahresfütterung. Insbesondere Meisen fühlen sich pudelwohl bei uns und halten Blattlaus und Co. zuverlässig in Schach.

Der Garten wächst und gedeiht. Im südlichen Teil, wo nur ein Apfelbaum steht und die Fläche der vollen Sonne ausgesetzt ist, nimmt der Gemüsegarten meiner Mutter langsam Gestalt an. Viele Dinge sollen und wollen dort noch ausprobiert werden. Die Liste unserer Erfolgsanbauten ist aber schon lang: Zuckererbsen, Zwiebeln, Zucchini, Salate, Kapuzinerkresse, Kräuter, Kartoffeln, Buschbohnen.

Im nördlichen Teil weicht die Wiesenfläche langsam aber sicher den Blumenbeeten. In meinem persönlichen Langzeitprojekt sammle ich dort ausgewählte Rosen, blau, rosa und weiß blühende Stauden und Einjährige Sommerblumen. Englische Cottage-Gärten und Bauerngärten sind mein Vorbild, dennoch wird das geplante Blumenmeer diesen Kategorien nicht entsprechen. Die Beete sind geschwungen, der Bewuchs soll üppig ausfallen, und direkt neben den Rosen stehen auch mal Tomaten oder Zwiebeln.

Es gibt noch viel zu entdecken, vieles zum Ausprobieren, nicht weniger Rückschläge und hunderte Überraschungen, die in einem Garten passieren können. Ich freu mich drauf und mein virtuelles Gartentagebuch wird ebenso aktualisiert werden wie jenes aus Papier, das mich immer mit in den Garten begleitet.

6 Kommentare

6 Kommentare zu “Der Garten

    • Ja, so ähnlich 😉 Nur ohne Vorgaben oder Vereinssatzung. Es ist eigentlich ein Wochenendgrundstück, im Grundbuch wird es als landwirtschaftliches Grundstück geführt.

      • Meinen hab ich über ebay-Kleinanzeigen gefunden. Solche Grundstücke werden meistens von privat verkauft, und viele gehen „unter der Hand“ weg. Im Anzeigenteil der (Wochen)Zeitungen stehen manchmal welche drin, werden als Gartengrundstück, Wochenendgrundstück oder einfach nur Garten bezeichnet.

        Der Unterschied zu einem Schrebergarten ist, dass mir das Stück Land wirklich gehört. Das war mir wichtig. Ein eigenes Stück Land, das hat schon was, auch wenn es nicht erschlossen ist 😉

      • Der Quadratmeter-Preis lag bei 25,40 EUR, kann dir aber leider nicht sagen, ob das so allgemeingültig ist. Preislich lag der Garten aber, wenn ich andere Anzeigen so vergleiche, in der Mittelklasse ^^

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