GärtnerInnen im Exil

das Exil: ein meist unfreiwilliger Aufenthalt in der Fremde, das sagt Wikipedia.

Im Winter bin ich jedenfalls im Exil. Da unser Garten ein gutes Stück von Zuhause weg liegt, kommt man im Winter nicht oft dorthin.
Anfang des Winters war das noch erträglich; man war „satt“ vom tollen Frühling und dem warmen Sommer und dem Herbst, in dem man reich beschenkt wurde mit Früchten und Gemüse. Der Winter war anfangs kein Winter, und so bettete man den Garten und sich selbst zur Ruhe.

Inzwischen ist es Februar geworden.
Es herrschen knackig kalte Temperaturen. Und der innere Hunger nach „Gartenarbeit“ wird langsam aber sicher immer größer und größer, und es juckt einen in den Fingern, die Grabegabel zu packen und Beete anzulegen, Samen zu streuen, das Wochenende im Garten zu verbringen.
Doch nein: höhere Gewalt, auch bekannt als Väterchen Frost, macht dem Gärtner einen Strich durch die Rechnung. Und natürlich die weite Anfahrt. Und die weiße Schneedecke, die tunlichst auf dem Boden liegenbleiben sollte, um Kahlfröste zu vermeiden.

Kurzum: mein „Neid“ gilt all jenen, die ihren Garten vor der Haustür haben. Sie können wenigstens mal zum Fenster rausschauen und die bereiften Zweige bestaunen. Oder jeden Tag zu jeder Uhrzeit auf die Suche nach frischem Grün gehen, wenn’s denn dann mal wärmer werden sollte.

Aaaber: selbst ist die Frau Gärtnerin. Schließlich gibt es Gegenmittel. z.B. die ersten Besuche in den Gartencentern. Ein Primelein hier gekauft, ein Primelein dort, von da eine Hyazinthe, von dort ein wenig Frühlingsdeko – die ist ja inzwischen aufgetischt, denn nach Weihnachten kommt Ostern ohne Übergang…

Dann packen die Geschäfte jetzt langsam wieder ihre Samenständer aus. Und wieder kauft man zuviel davon. Kapuzinerkresse, Kornblumen, Kosmeen. Zuckererbsen, Bohnen. Tomaten. Wir werden abermals ersticken in Jungpflanzen.

Und zu guter Letzt: endlich habe ich das Fotobuch für das Gartenjahr 2011 fertig. 100 Seiten A4, dank eines Gutscheines für 25 EUR statt 70 EUR. Mein Tipp: hin und wieder bei T*hibo reinschauen, die haben 2x im Jahr Gutscheine für Fotobücher bei f*tokasten.de. Empfehlenswert, dort habe ich bereits mehrere Fotobücher und Kalender erstellt.

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3 Kommentare zu “GärtnerInnen im Exil

  1. Den Post könnte ich verfasst haben ;-)))! Auch wir sind ein gutes Stück vom Garten entfernt und wollten eigentlich in der ersten Februarwoche eine Stippvisite machen, um nach dem Rechten zu sehen. Dann herrschten aber diese eisigen Temperaturen und somit waren wir nunmehr seit Eeeewigkeiten nicht mehr im Garten. Einzig und alleine der Gedanke, dass bald März ist, kann mich trösten ;-))!
    Liebe Grüße (auch aus dem Exil!)
    Verena

  2. Ich hatte bis jetzt immer das Glück den Garten genau vor der Haustüre zu haben 🙂 Aber ich kann mir gut vorstellen, wie weh das Gärtnerherz tut, wenn man sich nicht um den Garten kümmern kann.

    lg kathrin

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