Nachbarschaft

Blick zum Weiher Richtung Südosten

Heute möchte ich euch, mangels schöner Blumenbilder ( :mrgreen: ), Fotos von unserer „Nachbarschaft“ zeigen – sofern man eine wunderschöne hügelige Schwäbische-Alb-Landwirtschaft so nennen kann :mrgreen:

Unser Garten liegt am Rande einer Gartenanlage mit ca. einem Dutzend Grundstücken, die alle mehr oder weniger intensiv genutzt werden.

Außenrum wird Landwirtschaft „at its best“ betrieben: Mais und Getreide, Gülle, Wiesenheu ernten – alles schon mitgemacht in diesen „wenigen“ Monaten, seit wir unser Stück Land besitzen.

Nichtsdestotrotz muss man dieses Fleckchen Erde lieben. Die Sonnenuntergänge sind traumhaft, die Ruhe unbezahlbar, die Masse an Wildvögeln einfach toll. Highlights waren bis dato der Grünspecht und Bergfinken.

Jetzt, im Winter, werden wir nicht mehr so oft in den Garten kommen können. Grund ist der einzige Nachteil, den ein Garten inmitten der Landwirtschaft mit sich bringt: Zugang erfolgt nur über Feldwege, und die werden im Winter nur sehr spärlich geräumt.

Blick zu den Waldgärten Richtung Westen (Hauptwindrichtung)

Hier oben auf der rauhen Schwäbischen Alb ist es ratsam, hohe dichte Hecken zu haben, um es im Garten einigermaßen gemütlich zu haben. Der Wind pfeift ungebremst aus West übers offene Feld und knallt regelrecht gegen die grünen Mauern – die gut eingewachsene Thujahecke ist in solchen Momenten wahrhaftig Gold wert, auch wenn es Zeiten gibt, da ich dieses Gehölz wirklich nur verfluchen könnte 😉

Wie schön diese Gegend ist, wissen auch andere zu schätzen: ein dichtes Netz von Feldwegen gibt Spaziergängern, Radlern, Inlinern, Reitern, Mopedfahrern und Joggern unbegrenzte Möglichkeiten. Anziehungspunkt ist nicht nur der Weiher mit seinen Kopfweiden, auch das Hungerbrunnental reizt mit schönen Wanderpfaden. Zuhause ist es eben auch schön 😉

Blick nach Osten

Womit man rechnen muss bei solch „naturnahen“ Gärten sind natürlich auch die nichthumanoiden Besucher. Vögel und Eichhörnchen gehören da noch zu den harmlosen Artgenossen. Marder und Wiesel hinterlassen gerne ihre Würstchen. Mäuse (bis jetzt nur Rötelmäuse) graben einem gerne die Beete um und benutzen alles, was auch nur irgendwie geschützt aussieht, als Behausung – auch wenn es sich dabei um die Verpackung der Gewächshausprofile handelt. Die kleinen Nagezähne machen auch vor Abdeckfolien nicht Halt.

Reh- und Hasenverbiss konnte ich bis jetzt noch nicht feststellen; allerdings waren auch noch keine Igelspuren auffindbar, sodass wir ohne diesen stacheligen Schneckenjäger zurechtkommen müssen.

Letzten Endes aber gibt es nichts schöneres, als im Sommer nach der Arbeit in den Garten hinauszufahren, jeden Tag etwas neues zu entdecken, die teilweise spektakulären Sonnenuntergänge zu bewundern und sich den frischen Ostalbwind um die Nase wehen zu lassen.

 

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Ein Kommentar zu “Nachbarschaft

  1. Hallo KeezRha!
    Vielen Dank für Deine Nachricht auf meinem Blog, ich habe mich sehr darüber gefreut. Übrigens eine tolle Beschreibung über die Gegend um Deinen Garten rundherum. Ich lese so etwas immer gerne, weil man so auch die Unterschiede zu seinem eigenen Garten kennenlernt. So hast Du zum Teil mit anderen Problemen zu kämpfen, als wir mitten in der Stadt. Mader und Wiesel haben wir zwar Gott sei Dank nicht, aber dafür immer öfter Tauben und ziemlich viele Krähen.

    lg kathrin

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